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Betriebskosten

Prüfung der Betriebskostenabrechnung

Bei Erhalt der Betriebskostenabrechnung empfiehlt sich immer eine genauere Prüfung derselben. So muss diese schon für jeden Mieter in den einzelnen Abrechnungspositionen gedanklich und rechnerisch nachvollziehbar sein.

Nachfolgende Angaben müssen in jedem Fall in der Abrechnung enthalten sein:

  1. eine Zusammenstellung der gesamten auf das zu bewirtschaftende Haus entfallenden Betriebskosten
  2. die Angabe des zugrunde gelegten Verteilerschlüssels
  3. die Berechnung des entfallenden Anteils der Betriebskosten auf die jeweilige Mietpartei
  4. der Abzug der von der Mietpartei geleisteten Vorauszahlung

Der Vermieter ist nicht verpflichtet, die der jeweiligen Abrechnungsposition zugrunde liegenden Belege der jeweiligen Versorgungsträger beizufügen. In diesem Fall steht dem Mieter das Recht zur Seite, Einsicht in die Betriebskostenunterlagen direkt zu nehmen oder sich Kopien, unter bestimmten Voraussetzungen, gegen entsprechende Erstattung der Kosten, zusenden zu lassen.

Discussion

2 Responses to “Prüfung der Betriebskostenabrechnung”

  1. Muss auf der Betriebskostenabrechnung nicht auch die Dauer des Mietverhältnisses ersichtlich sein? z.B.: Bezug der Wohnung am 1. Juni. Betriebskostenabrechnung – angegeben von Jänner bis Dezember. Wie lässt sich überprüfen, ob die Berechnung stimmt und nicht auch noch der nichtbewohnte Zeitanteil eingerechnet wird. Nachforderung!?

    Posted by Franz Gehrer | 21. Juni 2010, 13:36
  2. Auf jeder Betriebskostenabrechnung muss der genaue Nutzungszeitraum des Mieters gesondert angegeben sein. Dieser kann mit dem Abrechnungszeitraum identisch sein oder muss als Teilzeitraum selbstverständlich innerhalb des Abrechnungszeitraumes liegen. z.B. Abrechnungszeitraum: 01.01.2009 -31.12.2009 – Nutzungszeitraum Mieter: 01.01.2009 bis 31.05.2009, d.h. das Mietverhältnis wurde zum 31.05.2009 beendet.

    Darüber hinaus muss der Umlageschlüssel den genauen Zeitraum widerspiegel, z.B. Wohnfläche des Hauses 400 m², Wohnfläche des Mieters 70 m², bei einem Nutzungszeitraum von 151 Tagen verringert sich der Anteil des Mieters auf 28,96 m², d. h. Gesamtkosten einer Kostenart des Objektes geteilt durch 400 m² multipliziert mit 28,96 m² ergeben den Mieteranteil der Kostenart innerhalb des Nutzungszeitraumes.

    Posted by justice | 29. Juni 2010, 09:36

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